Dysplasiesprechstunde

Dysplasiesprechstunde

Unser Spezialgebiet

im Rahmen Ihrer Krebsvorsorgeuntersuchung ist ein auffälliger Zellabstrich aufgetreten, der weiter untersucht werden muss? Sie selbst oder die Frauenärztin/Ihr Frauenarzt hat einen unklaren Befund an der Vulva/Vagina festgestellt? In einigen Fällen handelt es sich hierbei um Zellveränderungen am Gebärmutterhals oder dem äußeren Genital, eine sogenannte Dysplasie (Krebsvorstufe). Eine Dysplasie ist keine Krebserkrankung. Sie kann aber im Laufe der Zeit bei Nichtbehandlung dazu führen. Ist bei Ihnen im Rahmen der 2020 geänderten Krebsvorsorge ein auffälliger Abstrich festgestellt worden, wird Ihre Frauenärztin/Ihr Frauenarzt Ihnen eine weiterführende Untersuchung empfehlen, eine sogenannte Kolposkopie. Vereinbaren Sie gerne einen Termin bei uns zur Abklärungskolposkopie in unserer Dysplasiesprechstunde.

Warum entsteht eine Dysplasie?

Eine Dysplasie entsteht durch eine Infektion mit HPV (Humanes Papilloma Virus). HPV wird in der Regel durch Geschlechtsverkehr übertragen. Eine Infektion mit HPV ist keine Seltenheit! Ca. 70-80% aller Frauen haben im Verlauf ihres Lebens eine Infektion mit HPV. Eine alleinige HPV-Infektion bei unauffälligen Abstrichen ist nicht besorgniserregend. Glücklicherweise kommt es in ca. 90 % der Fälle zu einer Ausheilung der Infektion innerhalb von 2 Jahren. In dieser Zeit kann die Frau vollkommen symptomlos bleiben. Bei einigen Frauen entsteht jedoch, wenn die Infektion mit HPV bestehen bleibt, eine Dysplasie.

Was erwartet Sie in unserer Dysplasiesprechstunde?

Die Untersuchung ähnelt der Krebsvorsorgeuntersuchung, die Sie schon kennen. Der wichtigste Bestandteil unserer Untersuchung ist die Betrachtung der Scheide und des Muttermundes mit einer Vergrößerungskamera, dem Kolposkop. Durch ein Betupfen mit verdünnter Essig-Lösung und ggf. einer Jod-Lösung (Schiller’sche Jodprobe) kann man durch die Vergrößerung in den meisten Fällen die auffälligen Bereiche sehen und einschätzen. In manchen Fällen ist eine kleine Gewebeprobe (Knipsbiopsie) notwendig. Diese kann am Muttermund ohne Betäubung durchgeführt werden und ist nahezu schmerzfrei.

Die Kombination all dieser Untersuchungsmöglichkeiten ermöglicht es uns, Ihnen eine genaue Diagnose zu stellen und mit Ihnen dann die erforderliche Therapie ausführlich zu diskutieren.

Dysplasien treten nicht nur im Bereich des Muttermundes, sondern auch in der Scheide (Vagina) und/oder im Bereich der Schamlippen (Vulva) auf. Oftmals äußern sich diese Veränderungen durch therapieresistenten Juckreiz. Auch die Diagnostik und Behandlung von Veränderungen an der Vulva,  Genitalwarzen und chronisch-entzündlicher Erkrankungen (z.B. Lichen sclerosus) stellen einen weiteren Schwerpunkt unserer Spezialsprechstunde dar.

Unser Leistungsspektrum:

  • Zytologische Abstriche am Muttermund und der Scheide inklusive HPV-Diagnostik (konventionelle Zytologie und Dünnschichtzytologie)
  • Abklärung auffälliger Abstrichergebnisse mittels Differentialkolposkopie
  • Feingewebliche Untersuchung auffälliger Befunde am Muttermund, der Scheide und der Vulva und Planung der weiteren Therapie
  • Beratung und Therapie bei Vorliegen HPV-assoziierter Erkrankungen in der Schwangerschaft
  • Beratung und Durchführung einer HPV-Impfung
  • Konservative Behandlung genitaler Warzen (Condylome)
  • Behandlung und Beratung chronisch-entzündlicher Erkrankungen der Scheide (Lichen sclerosus, Lichen ruber)

Bitte bringen Sie für die Untersuchung alle Vorbefunde mit.

Öffnungszeiten

Montag: 8.00 – 12.30 & 14.30 – 18.00
Dienstag: 7.30 – 11.30 & 13.00 – 16.00
Mittwoch: 8.00 – 12.00
Donnerstag: 8.00 – 12.30 & 14.00 – 17.00
Freitag: 8.00 – 12.30

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